Ein Golfball ist doch nur ein Stück Plastik, oder?

Die Größe und Beschaffenheit eines Golfballs werden in den Golfregeln definiert. Der Durchmesser eines Golfballs liegt bei mindestens 42,67 mm, das maximale Gewicht bei 45,93 g. Die Oberfläche des Balls ist mit mehreren Hundert in einem Muster angeordneten Dimples (kleinen Dellen) versehen. Durch den Winkel des Schlägerkopfes wird der Ball beim Schlag in eine Rotation versetzt, die während des Fluges zur notwendigen Richtungsstabilität beiträgt. Durch die Oberflächenstruktur des Balles in Verbindung mit der Rotation erhält der Ball je nach Rotationsrichtung eine seitliche Ablenkung oder Auftrieb und fliegt damit dreimal weiter, als dies z.B. ein glatter Ball ohne Dimples tun würde.Ein Golfball besteht aus einer harten Kunststoffschale (in der Vergangenheit wurde Guttapercha verwendet) mit unterschiedlichen Kernen. Neben Hartgummikernen werden zunehmend auch Mehrschichtkerne u.a. aus (Flüssig-)Metall genutzt.

Wo stehen die offiziellen Golfregeln?

Die modernen Golfregeln haben ihren Ursprung in dem 1754 gegründeten Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews (R&A). Heute werden sie gemeinsam von R&A und USGA herausgegeben und sind in der aktuellen Fassung bis Ende 2007 gültig.

Diese Regeln sind hier einzusehen.  

Das Regelwerk wurde vom DGV veröffentlicht.

Was ist ein Grün?

Das Grün (Green) ist der Zielbereich beim Golf. Die Fläche eines einzelnen Grüns beträgt etwa 450 bis 600 m². Die Gesamtfläche aller Grüns auf einem Golfplatz beträgt etwa 8000 m². Das Grün wird im Sommer täglich auf eine Länge von 4 mm (Turniernorm: 3,2 mm = 1/8" = 0,125 Zoll) geschnitten. Die Geschwindigkeit und Länge, die ein Ball beim Rollen über das Grün erreicht, wird vor professionellen Turnieren mit einem sog. stimp meter ermittelt.

Der Übergang zum höheren Rasenumfeld wird als Vorgrün (Semigreen) bezeichnet. Um das Grün schwieriger zu gestalten, werden seitens des Golfarchitekten Schwellen (Breaks) eingebaut. Ein gutes Grün sollte mehrere Fahnenpositionen (Einspielloch) ermöglichen. Um das Grün herum liegen häufig Bunker (Sandlöcher), die das Anspiel erschweren sollen. Der Bereich vor dem Grün wird als Anspielbereich (approach area) bezeichnet.

Die Golfspieler sind zur besonderen Schonung des Grüns angehalten. Beschädigungen durch den Ball werden mit Hilfe einer Pitchgabel ausgebessert.

Das kurzgeschnittene Gras wächst auf einer sogenannten 20 cm starken Rasentragschicht, die aus Sand und Oberboden besteht. Diese körnige Tragschicht soll ein Versickern von Oberflächenwasser (Regen bzw. Beregnungsanlage) ermöglichen.

Um das Einlochen auf den Grüns zu üben, gibt es auf den meisten Golfplätzen ein sogenanntes Putting-Green, das zu keiner Spielbahn gehört. Hier kann das Einlochen mit einem speziellen Schläger (Putter) geübt werden.

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