Darf ein Spieler zurückgehen, um einen provisorischen Ball zu spielen während seine Mitbewerber weit

Darf ein Spieler zurückgehen, um einen provisorischen Ball zu spielen während seine Mitbewerber weiter suchen?

Decision 27-1/2
Ein Spieler spielt seinen zweiten Schlag, sucht flüchtig nach seinem Ball, geht zurück und lässt einen anderen Ball gemäß Regel 27-1 fallen. Bevor er den fallen gelassenen Ball spielt und noch innerhalb der fünfminütigen Suchzeit, wird sein ursprünglicher Ball gefunden. Muss der Spieler den fallen gelassenen Ball aufgeben und den ursprünglichen Ball spielen?

Antwort:
Ja. Da der Spieler keinen Schlag nach dem eingesetzten Ball gemacht hatte und der ursprüngliche Ball innerhalb der fünf Minuten Suchzeit gefunden wurde, gilt der eingesetzte Ball als fälschlich fallen gelassener Ball (Regel 20-6) und muss aufgegeben werden. Der Spieler darf nur einen "provisorischen Ball" spielen "...bevor der er oder sein Partner nach vorne gehen um den ursprünglichen Ball zu suchen." . Regel 27-2.a.

Wenn der Spieler zurückgegangen ist und nach Regel 27-1. einen neuen Ball gespielt hat, ist dieser mit dem Schlag zu seinem "Ball im Spiel" geworden. Spielt er danach noch den ggf. inzwischen gefundenen ursprünglichen Ball, so spielt er damit einen "falschen Ball" und Regel 15-3 findet Anwendung.

Muss man seinen Ball vor der Runde individuell kennzeichnen?

Regel 12-2 und Regel 6-5.

Antwort:

Der Spieler ist dafür verantwortlich, daß er den richtigen Ball spielt. Jeder Spieler
sollte seinen Ball kennzeichnen.

Außerdem ist hierbei zu beachten:

Ball nur durch Markenzeichen und Nummer identifiziert Decision 12-2/1


In einem Bereich, in dem sein Ball mutmaßlich zur Ruhe gekommen ist, findet ein
Spieler einen Ball mit der gleichen Marke und Nummer, wie der Ball, den er spielt.
Der Spieler nimmt an, daß es sich um seinen Ball handelt, obwohl er seinen Ball nicht
gekennzeichnet hat, wie Regel 12-2 empfiehlt und spielt ihn. Sollte man davon
ausgehen, daß der Spieler einen falschen Ball gespielt hat?

Antwort:

Nein, außer (1) es gibt berechtigte Anzeichen dafür (wie etwa der Zustand des Balls)
daß es nicht der Ball des Spielers ist, oder (2) anschließend wird festgestellt, daß zu
dem Zeitpunkt, als der Spieler spielte, ein anderer Ball der gleichen Marke und
Nummer in diesem Bereich lag und jeder dieser beiden Bälle nach Aussehen und
Zustand der Ball des Spielers sein könnte.

sowie auch

Spieler kann seinen Ball nicht von anderem Ball unterscheiden Decision 27/10

A und B spielten ihre Bälle vom Abschlag in denselben Bereich. Beide Bälle wurden
gefunden; da aber A und B identische Bälle gespielt hatten und keiner von ihnen
seinen Ball gekennzeichnet hatte, konnten sie nicht feststellen, welcher A's Ball und
welcher B's Ball war. Wie ist die Regelentscheidung?

Antwort:

Da keiner der Spieler einen der Bälle als den seinen identifizieren konnte, waren beide
Bälle verloren – siehe Erklärung »Verlorener Ball«.

Spieler A hebt den Ball von Spieler B auf (versehentlich oder absichtlich). Muss A ihn auch zurückleg

Spieler A hebt den Ball von Spieler B auf (versehentlich oder absichtlich). Muss
A ihn auch zurücklegen?

Regel 20-3.a.
Antwort:
Ein Ball, der nach den Regeln hinzulegen ist, muß vom Spieler oder seinem Partner hingelegt werden. Ist ein Ball zurückzulegen, so müssen ihn der Spieler, sein Partner oder die Person, die ihn aufgenommen oder bewegt hatte, an der Stelle hinlegen, an der er aufgenommen oder bewegt worden war. Für irgendeinen Regelverstoß ist dabei in jedem dieser Fälle der Spieler verantwortlich.

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Gimborner Land
Alles, was die Golfanlage oder den GC Gimborner Land betrifft.
FAQ zu den Golfregeln Quelle: DGV
Der DGV hat die am häufigsten gestellten Fragen und Antworten (FAQ)zu den Golfregeln zusammengefasst. Fragen beispielsweise zum Aufheben und Fallenlassen (Droppen) des Balls, zum "provisorischen Ball" oder aber zum Thema "Wasserhindernis" werden ausführlich behandelt und beantwortet. Diese Fragensammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ersetzt nicht die Golfregeln und enthält keine verbindlichen Auskünfte des DGV-Regelausschuss, sondern soll nur die am häufigsten missverstandenen Golfregeln erläutern. Zur endgültigen Entscheidungsfindung ist je nach Lage der Situation ein Heranziehen der vollständigen Regeln oder der Decisions unerlässlich.