Der Zähler unterschreibt eine Karte, von der er weiß, daß das Ergebnis darauf

Im Zählspiel reicht ein Bewerber eine Zählkarte mit einer falschen Schlagzahl ein, weil eine Strafe nicht mitgerechnet war, die er sich zugezogen hatte. Dem Bewerber war nicht bewußt, daß er sich Strafe zugezogen hatte. Der Zähler des Bewerbers (ein Mitbewerber) war der Strafe zwar gewahr geworden, er unterschrieb die Zählkarte aber trotzdem. Der Sachverhalt wird aufgeklärt, bevor das Wettspiel-ergebnis offiziell bekanntgegeben wurde.
Der Bewerber ist selbstverständlich disqualifiziert (Regel 6-6d). Sollte auch der Zähler disqualifiziert werden?
Antwort:
Ja. Der Zähler ist unter Anwendung von Regel 33-7 zu disqualifizieren.

Darf man Markierungs- oder Entfernungspfähle auf dem Platz herausziehen?

Markierungs- und Entfernungspfähle sind Hemmnisse. "Bewegliche Hemmnisse" dürfen unter den folgenden Voraussetzungen entsprechend der Erklärung "Hemmnis" entfernt werden:

... Ein Hemmnis ist ein bewegliches Hemmnis, wenn es ohne übermäßige Anstrengung, ohne unangemessene Verzögerung des Spiels und ohne Verursachen von Beschädigung bewegt werden kann. Andernfalls ist es ein unbewegliches Hemmnis.
> Anmerkung: Die Spielleitung darf durch Platzregel ein bewegliches Hemmnis zu einem unbeweglichen Hemmnis erklären.
Hinweis: Gegenstände (Pfähle oder Zäune), die eine Ausgrenze bezeichnen, dürfen nicht entfernt werden, auch wenn sie beweglich sind.

Muss der Zähler die Zählkarte unterschreiben, wenn eine auf der Runde

Decision 6-6.a/4
Im Zählspiel weigert sich B, der A's Mitbewerber und Zähler war, die Zählkarte von A zu unterschreiben, weil A am 15. Loch von außerhalb des Abschlags abgespielt habe. A behauptet jedoch, er habe von innerhalb des Abschlags abgespielt. Die Spielleitung entschied zugunsten von A. Trotz dieser Entscheidung der
Spielleitung weigert B sich weiterhin, die Zählkarte von A zu unterschreiben. Zieht B sich Strafe zu?
Antwort:
Nein. Ein Zähler ist nicht verpflichtet, eine Zählkarte zu unterschreiben, von deren Richtigkeit er trotz der Entscheidung der Spielleitung nicht überzeugt ist. Der Zähler muss jedoch den Sachverhalt berichten und die Schlagzahlen bestätigen, die er für richtig hält. War eine andere Person bei dem Vorfall am 15. Loch Zeuge, so sollte die Spielleitung deren Bestätigung von A's Schlagzahl am 15. Loch akzeptieren. Ist kein Zeuge verfügbar, dann sollte die Spielleitung A's Schlagzahl auch ohne Gegenzeichnung anerkennen.

Kann die Spielleitung vor einem Wettspiel das betreffende Wettspiel als "nicht vorgabenwirksam"

Kann die Spielleitung vor einem Wettspiel das betreffende Wettspiel als "nicht vorgabenwirksam" erklären?

Antwort:
Die Vorgabenwirskamkeit eines Wettspiels kann vor dem Wettspiel nur vom Vorgabenausschuß eines Vereins unter Nennung einer Begründung aufgehoben werden, da nur der Vorgabenausschuß für alle Fragen zuständig ist, die das Vorgabensystem betreffen.
Die Spielleitung hat nur festzustellen, ob die Ergebnisse des Wettspiels den Anforderungen von Ziffer 16-1. (Seite 25) des DGV-Vorgabensystems entsprechen.

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