Muss die Lage des Balles markiert werden, wenn der Spieler diesen nach einer

Muß die Lage des Balles markiert werden, wenn der Spieler diesen nach einer anwendbaren Regel an einer anderen Stelle fallenlassen will (z.B. von einem Hemmnis, aus zeitweiligen Wasser, aus einer unspielbaren Lage)?

A: Die Lage des Balles muss nur markiert werden, wenn dieser an die selbe Stelle zurückgelegt werden muß wie z.B. auf dem Grün nach Regel 16-1, oder Regel 12-2 bzw. Regel 22. Ein Ball, der an einer anderen "neuen" Stelle fallengelassen oder hingelegt werden soll, muss nicht markiert werden, obwohl es empfehlenswert ist, dies zum evtl. Nachweis eines regelkonformenVorgehens hierbei zu tun. (R. 20-1)

Muss der Ball gelegt oder fallengelassen ("gedroppt") werden, wenn ein

Muss der Ball gelegt oder fallengelassen ("gedroppt") werden, wenn ein bewegliches Hemmnis entfernt wurde, an oder auf dem der Ball lag?

A: Hier ist das Verfahren je nach Lage des Balles unterschiedlich:
1) Wenn der Ball an dem Hemmnis (z.B. einer Bunkerharke) liegt, also den Boden des Platzes berührt und nur mit der Seite zusätzlich das Hemmnis berührt, muss er straflos zurückgelegt werden, wenn er sich beim Entfernen des Hemmnisses bewegt. (R. 24-1a)
2) Wenn der Ball auf oder in dem Hemmnis liegt (z.B. ein Stück Papier oder die hingelegte Jacke eines Zuschauers), muß er so nahe wie möglich dem Punkt unterhalb der Stelle fallengelassen werden, an der
er in oder auf dem Hemmnis lag. (R. 24-1b)
In beiden Fällen empfiehlt es sich, vor dem Entfernen des Hemmnisses die Stelle zu markieren, an der der Ball liegt.

Der Unterschied im Verfahren zwischen den Punkten 1 und 2 ist darin begründet, daß in Punkt 2 keine Stelle auf dem Platz existiert, an der der Ball gelegen hat,sobald das Hemmnis entfernt wurde.

Darf ein Spieler den Flaggenstock bedienen lassen, wenn sein Ball noch nicht auf dem Grün liegt?

Ja. Hierzu sagt Regel 17 u.A.:
... Flaggenstock bedient, entfernt oder hochgehalten
Vor dem Schlag und während des Schlags darf der Spieler den Flaggenstock bedienen, entfernen oder zum Anzeigen der Lage des Lochs hochhalten lassen. Dies darf nur mit Ermächtigung des Spielers geschehen, bevor er seinen Schlag spielt.
Wird der Flaggenstock vor dem Schlag von jemandem mit Kenntnis des Spielers und ohne dessen Einwand bedient, entfernt oder hochgehalten, so gilt dies als mit Ermächtigung des Spielers geschehen. Wenn jemand den Flaggenstock bedient oder hochhält bzw. dicht am Loch steht, während ein Schlag gespielt wird, so gilt dies solange als Bedienen des Flaggenstocks, bis der Ball zur Ruhe gekommen ist.

...
Es wird hierin nicht verlangt, daß der Ball auf dem Grün liegt.

Wer hat im Vorgabe-Lochspiel die Ehre?

Decision 10-1a/1

A und B spielen ein Lochspiel mit Vorgabe. B hat am 1. Loch die Ehre.
Beide spielen am 1. Loch eine 5, A hat jedoch einen Vorgabeschlag und somit eine
Netto-4. Hat am 2. Loch A die Ehre?

Antwort:
Ja. Siehe Regel 2-1 und Regel 10-1a.

Muß man den ursprünglichen Ball suchen?

An einem Par-3-Loch spielt ein Spieler seinen Ball vom Abschlag in dichtes Gestrüpp. Er spielt einen provisorischen Ball, der nahe am Loch zur Ruhe kommt. Wegen der günstigen Lage des provisorischen Balls will der Spieler seinen ursprünglichen Ball gar nicht mehr finden. So sucht er gar nicht erst nach ihm, sondern geht direkt zu seinem provisor ischen Ball, um mit diesem das Spiel fortzusetzen. Sein Gegner (oder Mitbewerber) glaubt aber, daß es für ihn von Nutzen wäre, wenn der ursprüngliche Ball des Spielers gefunden würde. Darf der Gegner (oder Mitbewerber) nach dem Ball des Spielers suchen?

Antwort:

Ja. Nach Billigkeit (Regel 1-4) darf er fünf Minuten suchen, außer der Spieler spielt währenddessen einen Schlag mit dem provisorischen Ball, der ja näher zum Loch liegt als der Ort, wo sich der ursprüngliche Ball mutmaßlich befindet. Der Spieler ist zum Spielen dieses Schlags berechtigt. Tut er dies, so gilt der ursprüngliche Ball gemäß Regel 27-2b als verloren, und eine weitere Suche nach ihm hätte keinen Sinn. Im Lochspiel kann der Gegner den Schlag zwar wiederholen lassen (Regel 10-1c), wenn der Spieler so verfährt, und sein provisorischer Ball näher zum Loch lag als der Ball des Gegners. Die Aufforderung, den Schlag zu wiederholen, würde jedoch nichts am Status des ursprünglichen Balls ändern, der als verloren gilt, wenn der provisorische Ball – wenn auch außerhalb der Reihenfolge– gespielt wird. Siehe auch Decision 27-2c/2.

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