(mh/8.8.2000-21:20) Von Markus Haake
Gummersbach-Berghausen - Eine lange Geschichte hat das Genehmigungs-
verfahren der Golfanlage "Gimborner Land" hinter sich, "aber das ist Schnee von gestern", meint Werner Sturm, Besitzer der 27 Hektar großen Fläche.

Er und sein Sohn, der Mitbesitzer, sind besonders stolz auf die Erhaltung des Landschaftsprofils, denn die Vegetation war zuvor schon äusserst artenarm und wies keine Gehölze auf. So konnten Spielsituationen ohne "künstliches Design" erzielt werden. Letztendlich habe die Anpflanzung von Obstbäumen, die Errichtung der Gewässer und die Ansiedlung von Kräuterarten zu einer erheblichen ökologischen Aufwertung des Geländes geführt, behauptet der Eigentümer.

[Bilder: Mengedoht]

So modern ging es früher wahrlich nicht zu. In den Anfängen des Golfs waren die Bälle mit Feder- oder Kuhhaaren gefüllt. Ab dem 13. Jahrhundert finden sich in der Literatur Hinweise auf golfähnliche Spiele, doch bis heute ist ungeklärt, ob Schotten oder Holländer die Erfinder des Spiels waren. Zugeschrieben wird es den Schotten, denn obwohl beide Nationen ein ähnliches Spiel in ihrer Kulturgeschichte hatten, schufen die Schotten die Regeln, die bis heute noch Gültigkeit haben.








 

Trotzdem, so Sturm, gebe es nur wenige Höhenmeter zu überwinden. Ein besonderer Standortvorteil, der nicht überall in Oberberg zu finden ist. Zumal das Gelände über einen schönen Ausblick verfügt und an den Grenzen von Engelskirchen, Lindlar und Gummersbach liegt. Doch längst nicht jeder darf den Platz betreten. Es gebe zwar die Möglichkeit, Unterricht bei dem "Golf-Professional"-Trainer Trevor Bowden zu nehmen, Platzerlaubnis bekommen nach den Statuten des "Deutschen Golfverbandes" (DGV) aber nur Clubmitglieder; und nur Clubs können sich dem DGV
anschliessen.

Die Neun-Loch-Anlage hat eine Länge von 2.945 Metern. Sturm bemerkte dazu aber, dass die eigentliche Laufzeit bei etwa sechs Kilometern liegen würde. Schliesslich folge der Golfer nicht der Ideallinie. In einiger Zeit könne sich der Besucher aber auf eine gute, bürgerliche Küche freuen. Ein Pächter wurde jetzt gefunden und zwei Kegelbahnen seien auch in Planung. Auch dem "Nicht-Golfer" soll mit dem geplanten Lokal eine Einkehrmöglichkeit geboten werden. Sturm hofft, dass auch viele Berghausener die Gaststätte besuchen kommen.

Im Bau befinden sich auch sanitäre Einrichtungen. Waschgelegenheiten wie Duschen, Schränke für Kleidung aber auch für die Ausrüstung und Toiletten sind zum Teil schon fertigestellt oder werden in den nächsten Wochen errichtet. Ebenso gibt es einen kleine Laden, in dem Golfartikel gekauft werden können. Für die Instandsetzung der Anlage stellte Sturm acht Mitarbeiter ein, dabei sind allein drei Personen für die Rasenfläche zuständig.

Derzeit sei man mit der Mitgliederentwicklung des Golfclub "Gimborner Land e.V." zufrieden. Viele Anfänger befinden sich unter den etwa 50 Personen, wobei derzeit der Altersdurchschnitt zwischen 40 und 55 Jahren liegt. Sturm prognostiziert in den nächsten zwei bis vier Jahren ein Anwachsen auf bis zu 400 Golfanhängern. Golf solle zum Breitensport werden und Sturm möchte diese Tendenz bestärken. Finanzierbare Preise sollen den Sport für ein große Gruppe zugänglich machen. Das Nutzungsentgelt für Erwachsene beträgt 1.800 Mark im Jahr, hinzu kommen 100 Mark Clubbeitrag. Eine Platzrunde gibt es für 50, am Wochenende für 70 Mark und auf der Driving Range üben kann man schon ab 10 Mark.

Der neuen Technologie steht der Betreiber ebenfalls sehr positiv gegenüber. Auf der Homepage www.gimborner-land.de können weitreichende Informationen rund um die Anlage und das Golfen abgerufen werden. Sturm plant sogar eine Webcam auf dem Platz zu installieren, so könne sich jeder die aktuellen Witterungsbedingungen über Internet ansehen und überlegen ob eine Fahrt zur Anlage lohnt.

Webcam

 
 

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